10 Tipps bei Futterverweigerer

Früher hatte Subira den Spitznamen „Madame Mäkel“. Sie war so extrem mäkelig das sie manchmal Tage lang nichts gefressen hat.

Es gab Zeiten da war ich so verzweifelt das ich sie nicht mehr füttern konnte. Meine Mutter hat das übernommen weil ich fix und fertig war.

Ihre Mäkelei war nicht nur beim Futter so, sondern auch bei Leckerlis.

Manchmal dauert es eine Zeit bis sich alles eingespielt hat. Und manchmal dauert es auch bis man eine Ursache für gewisse Dinge gefunden hat.

Zum Glück sind diese Zeiten vorbei ! Subira liebt ihr Barf-Essen 🙂 Aber da ich einiges ausprobiert habe und wirklich sehr viel durch habe, dachte ich, ich sammel für euch ein paar Tipps  die vielleicht dem ein oder anderen helfen können.

Vorab : Es gibt natürlich die verschiedensten Gründe warum ein Hund mäkelt. Als Subira damals ihre Höchstphase  hatte, haben wir sie beim Tierarzt vorgestellt. Sie wurde gründlich untersucht, inklusive großes Blutbild, Röngten, Ultraschall und die Zähne wurden untersucht. Alles war ohne Befund, sie war komplett gesund. Neben der Unterstützung von meiner Tierärztin haben mich eine Hundetrainerin und eine Tierheilpraktikerin begleitet. Wenn ihr euch unsicher seid, probiert nicht groß aus sondern geht bitte zum Tierarzt.

 

  1. Futter wechseln.

Manchmal füttert man einfach nicht das Richtige. Es gibt so viel Hundefutter auf dem Markt, von Trockenfutter, über Nassfutter bis hin zu rohes Fleisch. Dann gibt es eben besseres und schlechteres Futter. Manche Hunde wissen tatsächlich was gut für sie ist. Soll natürlich nicht heißen das der Hund entscheidet was in den Napf kommt, aber manchmal sollte man auf den Instinkt des Hundes hören. Schaut euch die Inhaltsstoffe des Futters einfach mal ganz genau an. Mäkelt der Hund über eine längere Zeit bei dem gleichen Futter würde ich einfach mal etwas anderes ausprobieren. Einfach mal einen anderen Anbieter / andere Marke füttern und vielleicht hat sich das Problem dann schon erledigt.

Oft hilft es auch komplett umzustellen und die Futtersorte zu wechseln, z.B. von Trockenfutter auf Nassfutter / Barf oder umgekehrt.

 

2. Der Futterplatz.

Schaut euch einmal den Futterplatz an. Vielleicht gibt es irgendetwas was euren Hund an diesem Platz stört. Eventuell liegt es auch am Raum. Subira z.B. frisst nur im Flur. Von Anfang an wollte sie auf keinen Fall in der Küche fressen. Es hat eine Weile gedauert bis ich verstanden habe das es an der Küche liegt. Subira lebte in Spanien in einem großen Zwinger, musste um ihr Essen kämpfen und war dabei gerade mal ein paar Monate alt. Als sie herkam war sie ständig im Fluchtmodus. Im Flur hatte sie vier Wege zum flüchten und in der Küche nur einen. Im Flur fühlt sie sich einfach wohler, also steht der Napf dort.

 

3. Der Futternapf.

Subira frisst aus einem Keramiknapf. Im Handel gibt es eine große Auswahl an Näpfen. Wenn ihr merkt, dass euer Hund nicht gerne aus seinem Napf frisst dann probiert einfach mal einen anderen. Dabei könnt ihr im Material unterscheiden aber auch in der Größe. Vielleicht ist der Napf zu klein oder zu groß. Trotzdem gibt es auch Hunde die lieber aus einem zu kleinen oder zu großen Napf fressen. Subira mag es lieber, wenn der Napf größer ist als sie eigentlich braucht.

Was eventuell auch wichtig sein könnte : der Abwasch. Ich habe schon Hunde erlebt, die den Geruch eines bestimmten Spülmittels nicht mochten und deswegen nicht mehr aus ihrem Napf gefressen haben. Man darf nicht vergessen – es sind Hunde. Es ist für sie nicht natürlich aus einem Napf zu fressen. Da kann eine Kleinigkeit schon so störend sein das sie den Napf verweigern.

Alternativ kann man dem Hund auch einen flachen Teller, ein Tablett, eine Napfunterlage oder einen flachen Napf anbieten.

 

4. Anwesenheit.

Subira hasst es wenn ich ihr beim fressen zuschaue 😀 Sie bekommt ihr Fressen und dann will Frau Chefin ihre Ruhe. Wird sie gestört lässt sie das Futter knallhart stehen.

Das liegt einfach an unserer Vergangenheit. Ich war immer total gestresst wenn sie wieder nicht fressen wollte und natürlich hat sie das gemerkt. Und da Subira sensibel ist war sie automatisch auch total gestresst. Sie war viel entspannter wenn ich nicht in ihrer Nähe war. Das hat sich bis heute nicht verändert. Sie bekommt also ihr Futter und ich mache in der Zeit etwas anderes. Da sie im Flur frisst, wussel ich meistens dann in der Küche herum.

Ich kenne aber auch Hunde die unbedingt die Nähe brauchen. Manche Hunde empfinden Stress wenn sich ihr Besitzer entfernt. Probiert einfach aus.

 

5. Futter erarbeiten lassen. 

Manche Hunde lieben es wenn sie für ihr Futter arbeiten müssen. Das können z.B. kleine Tricks sein, ein Futterdummy oder Suchspiele. Vielleicht findest du für dich und deinen Hund das Richtige.

 

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6. Abwechslung. 

Japp, tatsächlich gibt es Hunde die Abwechslung beim Futter wollen. Und viele vertragen das auch. Wenn ihr damit kein Problem habt, warum nicht. Ich würde aber darauf achten das der Hundebauch es auch wirklich verträgt wenn verschiedenes Futter oder Marken gefüttert werden.

Abwechslung kann aber auch bedeuten das man den Futterplatz ab und an wechselt, den Napf wechselt oder wenn man die Möglichkeit hat das Futter versteckt.

 

7. Zureden oder schweigen. 

Manchmal hilft es bei Subira wenn ich ihr gut zurede. Ja, tatsächlich. Wenn ich sehe das sie bei einem Stück unsicher ist, ermutige ich sie manchmal…. oh wie schön das doch ist und das sie das doch mal unbedingt probieren muss. Fast immer klappt das auch und sie probiert das Stück. Und da ich mittlerweile weiß was sie gerne frisst und auch nur das füttere, geht das dann. Ist der Napf leer gibt es Lob.

Bei manchen Hunden hilft zureden nicht. Es lenkt sie ab oder verunsichert sie. Und auch loben nach dem Fressen bringt nichts. Jeder Hund ist anders, schaut einfach worauf euer Hund gut reagiert. Ansonsten müssen wir halt einfach mal den Mund halten 😉

 

8. Rituale. 

Subira und ich haben ein Futterritual. Und ich bin mir sehr sicher das es uns hilft. Ich werde entspannter und Subira ist auch viel ruhiger. Wir haben immer den gleichen Ablauf.

Meine Tierheilpraktikerin hat mir dabei geholfen.

Schaut einfach was euch und eurem Hund gut tut.

 

9. Futter richtig aufteilen. 

Ganz am Anfang hat Subira 1x morgens und 1x abends ihr Essen bekommen. Irgendwann hat sie angefangen, ihr Frühstück stehen zu lassen. Naja, ich habe mich geärgert und es ihr mittags wieder angeboten. Keine Chance. Dann habe ich sie umgestellt. Sie bekommt seitdem 1x abends Futter. Ich denke sie ist einfach kein Frühstücker 😀 Das klappt sehr gut und ich habe keinen Stress mehr. Quälerei ist das auch nicht, gerade wenn der Hund es gewöhnt ist. Natürlich bekommt sie über den Tag etwas zu Essen, aber ihre Hauptmahlzeit gibt es eben abends.

Manchmal spielt auch die Uhrzeit eine Rolle. Auch das muss man einfach ausprobieren.

 

10. Macht euch keinen Stress. 

Wenn ich eines gelernt habe dann das : kein Stress.

Es ist nicht schlimm wenn ein gesunder Hund mal ein paar Tage nicht frisst. Damit meine ich natürlich nicht das ihr euren Hund hungern lassen sollt. Aber ihr könnt den Hund nicht zwingen zu fressen und man verschlimmert die Situation nur wenn man sich stresst. Frisst der Hund nicht, dann nehmt ihr den Napf weg und bietet es entweder später oder am nächsten Tag an. Subira hat mittlerweile nur noch ganz selten Phasen in denen sie nicht frisst. Und dann ist das so. Dann kommt der Napf in den Kühlschrank und wird am nächsten Tag wieder angeboten. Meistens hat es sich dann schon wieder erledigt und sie frisst. Und wenn nicht dann macht keine große Sache daraus, irgendwann wird der Hund fressen. Oft machen wir uns einfach zu viele Gedanken.

Natürlich ist es etwas anderes wenn der Hund plötzlich anfängt zu mäkeln und es länger anhält. Dann bitte, lasst euren Hund lieber einmal mehr vom Tierarzt untersuchen als zu wenig.

 

Ich spreche aus Erfahrung wenn ich sage : ein echter Mäkelhund kann einen wahnsinnig machen ! Aber lasst euch nicht entmutigen. Holt euch professionelle Hilfe und hört auf euer Bauchgefühl. Es gibt verschiedene Möglichkeiten die man ausprobieren kann um den Hund zu unterstützen. Und oft sind es einfach nur Kleinigkeiten die gestört haben.

Findet für euch und eure Fellnase die passende Methode. Manches wird klappen und manches nicht. Und so komme ich gleich zum nächsten Punkt : Akzeptanz ! Jeder Hund ist anders. Die einen Hunde sind Müllschlucker und die anderen Mäkelmeister. Akzeptiert euren Hund. Das hat mir sehr geholfen…. früher habe ich mir immer Druck gemacht das Subira so sein muss wie „ein ganz normaler Hund“ und habe dabei an die Allesfresser gedacht. Das ist aber nicht so. Subira ist wie sie ist, und das ist gut so. Keiner ist perfekt und das muss man akzeptieren.

Lasst euch nicht reinreden, sondern hört auf euch und euren Hund. Manche Leute überhäufen euch mit Tipps und Sätzen wie „das musst du so und so machen“. Müsst ihr nicht. Wenn ihr das Futter mit Wurst schmückt, dann macht ihr das. Solange es euch und dem Hund gut geht ist alles gut.

Behaltet den Tierarzt im Hinterkopf. Oft liegen auch gesundheitliche Gründe vor weshalb der Hund nicht frisst.

Ich bin natürlich kein Profi und die oben genannten Punkte sollen nur Anregungen sein.

 


 

Was habt ihr denn für einen Hund Zuhause ? Eine Mäkelmaus oder einen Allesesser ? 🙂

Habt ihr noch Tipps gegen Mäkelei ? Vielleicht kann man sich gegenseitig noch weitere Tipps geben 🙂

 

 

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